Bestattung

Erklärung, Pflichten und Kosten

Was ist eine Bestattung?

Erklärung

Die Bestattung ist die Verbringung des Leichnams oder der Asche eines Verstorbenen an einen festen, endgültig bestimmten Ort. Ein Sarg wird bei einer Bestattung auf dem Friedhof beigesetzt. Eine Urne wird meistens auch auf einem Friedhof beigesetzt, jedoch gibt es bei einer Urnenbestattung auch Alternativen wie die Beisetzung im Kolumbarium, die Baumbestattung oder die Seebestattung. Zur Bestattung gehört in der Regel auch eine Trauerfeier, um feierlich vom Verstorbenen Abschied zu nehmen. Im Anschluss findet die Beisetzung statt.

Warum gibt es die Bestattungs­pflicht?

Öffentliche Hygiene

Der sogenannte Friedhofszwang (auch Bestattungspflicht genannt) schreibt vor, dass alle menschlichen Überreste auf einem kommunalen oder kirchlichen Friedhof beerdigt werden müssen.

Friedhöfe dienen der öffentlichen Hygiene. Die Beerdigung in öffentlich geregeltem Rahmen und an hierfür vorgesehenen Orten verhindert die Ausbreitung von Seuchen und dient dem Schutz des Grundwassers. Eine Ausnahme von diesem Friedhofszwang bildete lange Zeit die Seebestattung von Urnen. Heute gibt es zunehmend Alternativen zu Bestattungen auf gesondert eingerichteten Flächen, wie zum Beispiel die Baumbestattung (z.B. FriedWald, RuheForst).

Urne

Wer entscheidet über die Bestattung?

Die Pflicht der Angehörigen

In Deutschland gibt es die sogenannte Totenfürsorgepflicht. Diese besagt, dass für den Fall, dass der Verstorbene keine Vorsorge getroffen hat, die nächsten Angehörigen die Bestattungsmaßnahmen treffen müssen. Die Angehörigen sind also per Gesetz verpflichtet, die Bestattung zu organisieren. Diese Bestattungspflichtigen sind aber nicht zwangsläufig identisch mit den Erben. Dieser Aspekt ist entscheidend dafür, wer die Kosten der Bestattung zahlen muss.

Wer muss die Bestattungskosten zahlen?

Die Kostentragungspflicht

Nicht zu verwechseln mit der Totenfürsorgepflicht ist die sogenannte Kostentragungspflicht. Die Kostentragungspflicht regelt, wer die Kosten für die Bestattung zahlen muss. §1968 BGB besagt: "Der Erbe trägt die Kosten der Beerdigung des Erblassers."

Bestattungen können aber sehr teuer sein; im Regelfall kommen mehrere Tausend Euro auf die Erben zu. Die Höhe der Kosten hängt vor allem von der gewählten Bestattungsart ab. Erdbestattungen sind üblicherweise teurer als Urnenbestattungen. Die geringere Größe eines Urnengrabes führt in der Regel zu niedrigeren Friedhofsgebühren im Vergleich zu einem Sarggrab. Dafür fallen bei einer Urnenbestattung zusätzliche Kosten für die Einäscherung im Krematorium an. Genaue Informationen und Preise erhalten Sie dazu in der Gebührenordnung Ihres Friedhofs.

Wenn die Erben die Bestattungkosten nicht selbst tragen können, kann eine Sozialbestattung beantragt werden. In dem Fall übernimmt das Sozialamt die Kosten für ein ortsübliches, einfaches Begräbnis, das die Würde des Verstorbenen respektiert.

Weitere Informationen zur Sozialbestattung und Hinweise zur Beantragung finden Sie hier.

Wo kann man Bestattungsgeld beantragen?

Finanzielle Unterstützung für die Erben

Bis zum Jahr 2003 gab es in Deutschland das sogenannte Bestattungsgeld (auch Sterbegeld genannt). Bis dahin beteiligten sich die gesetzlichen Krankenkassen an den Kosten für die Bestattung. Dadurch wurde die Belastung für die Angehörigen deutlich reduziert. Dieses Bestattungsgeld wurde jedoch im Laufe der Zeit immer weiter gesenkt und schließlich 2003 komplett abgeschafft.

Heutzutage muss man privat vorsorgen, um Unterstützung bei den Bestattungskosten zu erhalten. Folgende Alternativen haben sich als hilfreich erwiesen:


  • Sterbegeldversicherung
  • Rentenversicherung
  • Unfallversicherung

Bestatter-Empfehlungen

Bestatter unseres Vertrauens

Die Wahl des richtigen Bestatters ist von großer Bedeutung. Ein Bestatter gibt Rückhalt in einer emotional überaus schwierigen Situation. Deshalb ist es wichtig, einen kompetenten und einfühlsamen Ansprechpartner zu haben. Um diese Qualität sicherzustellen, empfiehlt friedhofsglück nur Bestatter, mit denen vorab persönlicher Kontakt bestand und von deren Kompetenz wir überzeugt sind.