Grab­gestaltung

Blumen, Grabschmuck und Kreativität

Was ist Grabgestaltung?

Erklärung

Das Grab eines verstorbenen Angehörigen zu pflegen, ist ein Zeichen der Anerkennung und der Wertschätzung. Die Grabgestaltung beschäftigt sich mit der Frage, wie man das Grab mit seinen Elementen - dem Grabstein und dem Blumenbeet - gestalten möchte. Dabei umfasst die Grabgestaltung sowohl den Grabschmuck, der zu bestimmten Gedenk- oder Feiertagen niedergelegt wird, als auch die feste Bepflanzung auf dem Grab.

Oftmals hatten die Verstorbenen eine bestimmte Lieblingsblume oder eine Lieblingsfarbe. Diese individuellen Aspekte können bei der Grabgestaltung wunderbar berücksichtigt werden. Den Angehörigen bietet die individuelle Grabgestaltung auch eine Möglichkeit, dem Verstorbenen nahe zu sein. Wer seine Zuneigung gerne mit Blumen ausdrückt, kreativ ist und einen grünen Daumen besitzt, kann sich bei der Grabgestaltung regelrecht selbst verwirklichen.

Grabgestaltung - Was ist erlaubt?

Es kommt auf die Friedhofssatzung an

Generell ist bei der Grabgestaltung alles erlaubt - solange es den Vorschriften des jeweiligen Friedhofs entspricht.

Pauschal lässt sich leider nicht genau sagen, was zugelassen ist und was nicht. Das kommt immer auf die Friedhofssatzung an. Manche Friedhöfe sind bei der Grabgestaltung sehr konservativ und mögen keine individuellen Experimente. Andere Friedhöfe, wie zum Beispiel der Hauptfriedhof in Karlsruhe, sind da sehr offen und ermutigen die Angehörigen, persönliche Elemente in die Grabgestaltung einfließen zu lassen.

Es lohnt sich daher, das persönliche Gespräch mit der Friedhofsverwaltung zu suchen und vorab zu klären, welche Vorschriften es für die Grabgestaltung gibt.

Tulpen auf dem Grab

Tipps zur Grabgestaltung

Hinweise und Tricks

Der Trend geht bei der Grabgestaltung immer mehr zur pflegeleichten Bepflanzung. Dafür kann es ganz unterschiedliche Gründe geben - private oder soziale. Als Hauptgründe sind heute aber definitiv die mangelnde Zeit oder die große Entfernung zum Grab der Familienangehörigen zu nennen. Rund vier Millionen Menschen ziehen jedes Jahr in Deutschland über Gemeindegrenzen hinweg um und lassen auch immer einen Teil ihrer Familie zurück, sowohl die lebende als auch die bereits verstorbene. Und das ist auch völlig in Ordnung. Denn trotz eines Todesfalls in der Familie muss das eigene Leben weitergehen. Viele haben Familie oder eine Arbeit, die sie sehr einspannt. In solchen Fällen ist es hilfreich, sich für eine pflegeleichte Grabgestaltung zu entscheiden.

Pflegeleichte Grabgestaltung heißt aber nicht automatisch, dass man sich für eine große Steinplatte auf dem Grab entscheiden muss. Vielmehr bedeutet es, eine Bepflanzung zu wählen, die widerstandsfähig ist, langsam wächst und selten gegossen werden muss. Kombiniert man diese Pflanzen mit Rindenmulch oder Kies, kann man ein Grab gestalten, das sehr ansprechend aussieht und gleichzeitig mit wenigen Handgriffen in Ordnung gehalten werden kann - und das über Jahre.

Folgende Tipps helfen Ihnen, den Pflegeaufwand des Grabes zu minimieren - ohne Abzüge bei der Optik:



  1. Auf die Abdeckung kommt es an

  2. Unbepflanzte Stellen auf einem Grab müssen nicht frei bleiben. Egal ob gehäckselte Rinde oder mineralischer Kies oder Schotter: Mulch ist ein Alleskönner. Mulch reduziert das Unkrautaufkommen, hält die Feuchtigkeit im Boden und gibt dem Grab durch sein Aussehen eine ganz besondere Wirkung.

    Aber Vorsicht: Rindenmulch und Holzhäcksel entziehen dem Boden seine Nährstoffe. Deshalb ist es wichtig, den Boden vor der Abdeckung mit hölzernem Mulch gut zu düngen! Bei Kies oder Schotter ist die Düngung nicht nötig.



  3. Weniger gießen müssen

  4. Das Mulchen des Bodens hilft bereits, den Gießaufwand stark zu reduzieren. Die Erde ist durch die Abdeckung vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, sodass die Feuchtigkeit nicht so schnell verdampfen kann. Zusätzlich zur Abdeckung hilft es, sogenannten Geohumus auf dem Grab auszubringen. Dieser Humus besteht aus Bodenhilfsstoffen, die das Wasser besser speichern.

    Dennoch: hin und wieder muss man gießen, vor allem im Sommer. Wer aber das Gießen ein bisschen plant, kann selbst an heißen Sommertagen verhindern, täglich ans Grab zu müssen. Das Geheimnis liegt im morgendlichen Gießen. Morgens kann mehr Wasser in den Boden eindringen. Mittags oder abends, wenn die Temperaturen höher sind und der Boden aufgewärmt ist, verdunstet das Wasser schneller. Außerdem beugt durchdringendes Wasser häufigem Nachgießen vor.



  5. Pflanzen als Laubschlucker

  6. Der Sommer ist vorbei, der Herbst steht vor der Tür. Die Blätter der Bäume verlieren ihre grüne Farbe und fallen schließlich zu Boden - ganz zum Leidwesen des Angehörigen, der das Grab pflegt. Denn durch die Blätter sieht das Grab sofort ungepflegt aus. Doch statt lästigem Sammeln der Blätter mit dem Laubbesen kann man bei der Grabgestaltung von vornherein Pflanzen berücksichtigen, die das Laub unter sich verschwinden lassen.

    Diese Laubschlucker gehören zu den Bodendeckern. Sehr beliebte Bodendecker sind:

    Für Sonnengräber

    • Günsel (Ajuga reptans)
    • Katzenpfötchen (Antennaria dioica)
    • Teppichkamille (Anthemis nobilis)
    • Thymian (Thymus)

    Für Schattengräber
    • Efeu
    • Dickmännchen (Pachysandra terminalis)
    • Elfenblume (Epimedium)
    • Teppich-Golderdbeere (Waldsteinia ternata)
    • Schaumblüte (Tiarella cordifolia)

    Ein weiterer Vorteil der Berücksichtigung dieser Bodendecker bei der Grabgestaltung ist, dass das verschlungene Laub sich mit der Zeit in einen natürlichen Dünger verwandelt.



  7. Pflegeleichte Pflanzen pflanzen

  8. Für eine pflegeleichte Grabgestaltung ist die Wahl der Pflanzen von besonderer Bedeutung. Um einen geringen Pflegeaufwand zu haben, sollte man sich für langsam wachsende Pflanzen entscheiden. Wer es sich einfacher machen will, gestaltet das Grab mit robusten Alleskönnern. Folgende Pflanzen sind beliebt und pflegeleicht:


    Eine sehr gute Übersicht mit weiteren Tipps für die Grabgestaltung finden sie außerdem hier.

Was kostet Grabgestaltung?

Grabgestaltung muss nicht teuer sein

Die Kosten für die Grabgestaltung hängen vor allem von der Größe des Grabes und der Verteilung der Pflanzen ab und lassen sich deshalb nicht pauschal festhalten. Die meisten Gräber bestehen zu 60% aus Bodendeckern, zu 25% aus der Rahmenbepflanzung und ca. 15% sind Wechselbepflanzungen. Ein Einzelgrab ist in der Grabgestaltung günstiger als ein Doppelgrab, weil die zu bepflanzende Fläche geringer ist.

Ein Einzelgrab mit pflegeleichter Bepflanzung (Rindenmulch, Bodendecker, Stauden und Gräser) kann man schon für etwa 100€ gestalten. Wie immer sind nach oben aber alle Grenzen offen. Das kommt ganz auf den eigenen Geschmack und den eigenen grünen Daumen an.

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